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Patient in der Abteilung für Neuromodulation

Diagnostik

QEEG-Hirnkartierung

Computergestützte Analyse des EEG (Aufzeichnung der Hirnströme). Bei NPİSTANBUL wird sie ergänzend zur klinischen Beurteilung eingesetzt; mit ihr lassen sich keine psychischen Erkrankungen diagnostizieren, und ihre Rolle bei der Steuerung der Behandlung wird noch erforscht.

QEEG-Hirnkartierung

Die QEEG-Hirnkartierung (quantitatives EEG) ist ein Verfahren, das die über die Kopfhaut abgeleitete elektrische Aktivität des Gehirns analysiert und zeigt, wie sich Wellen unterschiedlicher Frequenz über das Gehirn verteilen. Das liefert indirekte Informationen darüber, wie das Gehirn arbeitet. Wird das QEEG nach der Behandlung wiederholt, kann es die positiven Veränderungen zeigen, die die Behandlung bewirkt hat.

So funktioniert es

Die biologischen Vorgänge im Gehirn erzeugen letztlich bioelektrische Aktivität, und das QEEG misst diese Aktivität. Vergleicht man Ableitungen vor und nach der Behandlung, lässt sich an der bioelektrischen Aktivität ablesen, wie sich die Hirnaktivität unter der Behandlung verändert.

Die Diagnose stellt der Facharzt anhand einer klinischen Beurteilung. Das QEEG liefert zusätzlich objektive Informationen über die Hirnaktivität, die diese Beurteilung stützen und bei der Planung und Überwachung der Behandlung helfen.

Warum die Messung der Hirnfunktion wichtig ist

Viele psychische Störungen sind Störungen des Gehirns. Deshalb ist es für eine wirksame Behandlung entscheidend, die Hirnfunktion zu verstehen und zu verfolgen. Die Hirnfunktion bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen messen und die Behandlung anhand dieser Messungen steuern zu können, ist seit Langem ein Ziel der Psychiatrie.

Gerade bei Depressionen ist es besonders wertvoll, nicht nur psychische und soziale, sondern auch biologische Veränderungen zu verfolgen; in therapieresistenten Fällen hat dies Vorrang.

Wo das QEEG eingesetzt wird

Die Forschung hat bei vielen psychischen Erkrankungen eine biologische Dimension bestätigt, vor allem bei Depression und Panikstörung. Laborstudien haben diese Erkrankungen mit biochemischen Ungleichgewichten in bestimmten Hirnregionen in Verbindung gebracht.

Diesen Zusammenhang im Detail zu verstehen, ist schwierig. Das menschliche Gehirn ist außerordentlich komplex und weitgehend „unzugänglich“: Man kann es nicht direkt betrachten, und anders als bei anderen Organen lässt sich kein Stück zur Untersuchung entnehmen. Die Forschung ist daher auf Verfahren angewiesen, die indirekte Informationen über die Hirnfunktion liefern. Das QEEG ist eines davon und spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnose und Behandlung psychischer Störungen.

Quantitatives Pharmako-EEG: die Wirkung eines Medikaments auf das Gehirn prüfen

Psychopharmaka sind chemische Substanzen, die auf das Gehirn wirken. Sie sollten „den richtigen Menschen zur richtigen Zeit auf die richtige Weise“ erreichen. Zu sehen, wie ein Medikament die Hirnaktivität tatsächlich beeinflusst, ist klinisch sehr wichtig – vor allem bei einem Medikament, das womöglich über Jahre eingenommen wird.

Das quantitative Pharmako-EEG-System der NPİSTANBUL Hirnklinik kann erste Hinweise darauf geben, ob ein Medikament im Gehirn antidepressiv, antipsychotisch, anxiolytisch (angstlösend) oder kognitionsfördernd wirkt. Diese Informationen sind unter Umständen nicht hundertprozentig sicher, erhöhen aber sowohl die Sensitivität als auch die Spezifität.

Wem es helfen kann

Das Pharmako-EEG dient bei vielen neuropsychiatrischen Erkrankungen als unterstützende Methode, darunter:

  • Depression
  • Panikstörung
  • Gedächtnisverlust
  • Demenz
  • Alkoholabhängigkeit
  • Aufmerksamkeitsdefizitstörung
  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Bei Kindern und Jugendlichen kann der Test außerdem aussagekräftige erste Hinweise zu Medikamenten geben, für die ein Sonderrezept nötig ist, etwa Ritalin.

Was die Studienlage sagt

Die American Academy of Neurology und die American Clinical Neurophysiology Society stufen das QEEG bei Depression, Aufmerksamkeitsstörungen und anderen psychischen Erkrankungen als experimentell ein. Bei NPİSTANBUL wird es nur ergänzend zu einer klinischen Beurteilung eingesetzt, nie zur Diagnosestellung.

Einsatz in der Forschung, keine etablierte Indikation: Depression, ADHS bei Kindern und Erwachsenen

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